Mein erstes Jahr beim Okinawa Goju-Ryu
Für alle Interessierten die mit dem Okinawa Goju-Ryu Karate-Do anfangen möchten oder sich dafür interessieren, möchte ich hier gerne einen ersten Eindruck vermitteln.
Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich mit dem Training begonnen und habe seitdem viele Erfahrungen gesammelt und letztendlich im Dezember meine erste Gurtprüfung (Gelb-Gurt) bestanden. Der Weg (Do) bis dahin sah so aus, dass ich im Training und zu Hause erst einmal die Grundbegriffe (japanisch) und Grundtechniken gelernt habe. Die Begriffe auf japanisch zu lernen ist wichtig, weil sie in dieser Form überliefert wurden und so auch international z.B. bei Lehrgängen gehandhabt werden. Hinzu kommen natürlich auch die Dojo-Regeln und Umgangsformen. Die wichtigsten Grundtechniken finden sich alle in der ersten Kata (festgelegter Bewegungsablauf) wieder und geben jedem die Möglichkeit für sich selber neben den Trainingszeiten zu trainieren und Sicherheit und Flüssigkeit der Bewegungen zu erreichen. Man hat also jederzeit und fast überall die Möglichkeit ohne irgendwelche Hilfsmittel seinen Sport auszuüben und zu trainieren.
Die Katas werden durch die dazugehörigen Bunkais ergänzt, wobei die festgelegten Bewegungsabläufe der Katas als Partnerübung mit einem oder mehreren Partnern umgesetzt werden. Hier ist noch zu erwähnen, dass bei dieser traditionellen Karatestilrichtung Katas und Bunkais wirklichen Zusammenhang haben, was bei jüngeren Stilrichtungen nicht immer gegeben ist. Mir gefällt auch besonders, dass dies kein Wettkampfkarate ist und keine Sportart mit Vollkontakt, vielmehr eine traditionelle, überlieferte Kampfkunst, die nichts an ihrer Lebendigkeit verloren hat. Sie bietet vielerlei Möglichkeiten, Körper und Geist zu schulen, nette Leute kennen zu lernen, Ausgeglichenheit zu erreichen und ist nebenbei auch noch ein effektives Mittel der Selbstverteidigung.
Ich hoffe dass ich einen kleinen Einblick geben konnte und wünsche Allen alles Gute.
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